Schäßburg und die Große Kokel

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Georg Gerster und Martin Rill
Schäßburg und die Große Kokel

Hg. Martin Rill, Hardcover, ca.300 Seiten, 800 Farbabbildungen, 1 Übersichtskarte, 19 Ortsgrundrisse

Subskriptionspreis bis 31. Mai, 2020
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    Schäßburg und das Kokelumland der Stadt bewahren ein vielfältiges kulturelles Erbe, das es verdient, in ganz Europa bekannter zu werden. Ziel der Publikation ist es, ein Landschaftsbild von 19 Ortschaften zu zeichnen: Arkeden, Denndorf, Dunesdorf, Felsendorf, Großlasseln, Keisd, Klosdorf, Kreisch, Malmkrog, Neudorf, Peschendorf, Rauthal, Schaas, Scharosch, Schäßburg, Trappold, Waldhütten, Weißkirch und Wolkendorf. Die Gasamtdarstellung jeder Ortschaft wird mit einem historischen Überblick, Flugaufnahmen sowie einem Ortsplan mit den Straßennamen eingeleitet. Herzstück der Präsentation ist die evangelische Kirche samt ihrer Ausstattung. Gassen und Plätze, Gemeinschaftsbauten und andere wesentliche Einrichtungen werden in Bild und Wort dargestellt. So ist eine kaleidoskopische Monografie der sächsischen Landschaft am Mittellauf der Großen Kokel entstanden, die Geschichte, Architektur und Kulturgeschichte umfasst.
    Um 1300 war die Ansiedlung der Siebenbürger Sachsen südlich der Großen Kokel allgemein abgeschlossen. Die Dorfgründungen erfolgten ähnlich wie in anderen Gebieten der deutschen Ostsiedlung. Am Mittellauf der Großen Kokel entstanden etwa 20 Ortschaften, zehn davon lagen auf Königsboden, neun auf adligen Grundherrschaften.
Schon ein Jahrhundert nach der Ansiedlung waren diese Ortschaften zu wirtschaftlichen Kraftzentren in Siebenbürgen gediehen, Schäßburg wurde 1324 zum Verwaltungszentrum, es wurde zum Stuhlsvorort erhoben. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich das Zunfthandwerk in der Stadt und im Marktort Keisd, Kaufleute bereisten mit den Waren das gesamte Fürstentum. Die wirtschaftliche Entwicklung erreichte um die Wende zum 16. Jahrhundert einen Höchststand. Es entstanden stattliche Sakralbauten, die gegen die Türkengefahr mit mächtigen Wehranlagen gesichert wurden. Die reiche Ausstattung der Sakralbauten belegt die Leistungskraft und den Wohlstand der sächsischen Ortschaften. Schäßburg entwickelte sich zu einem Kunstzentrum. Maler, Schreiner, Goldschmiede und Zinngießer schufen Handwerkskunst von europäischem Rang.
    Der Bildband Schäßburg und die Große Kokel steht in einer Reihe mit den Bänden „Siebenbürgen im Flug“, „Das Burzenland“, „Hermannstadt und das Alte Land“, „Das Repser und das Fogarascher Land“ und „Einblicke ins Zwischenkokelgebiet“. Ein weiterer Band über Mediasch und den Unterlauf der Großen Kokel ist in Vorbereitung.